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Sachverständigenbüro Ockenfuß

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Experteninterview mit Siegfried Ockenfuß
INTERVIEW
Siegfried Ockenfuß / immobilienbewertung-achern.de
 
WIE GEHT MAN AM BESTEN BEIM WOHNUNGSVERKAUF VOR?
Sie möchten Ihr Haus oder Ihre Wohnung verkaufen. Die erste Frage, die sich immer stellt, ist die Frage nach der Höhe des richtigen Angebotspreises. Ein zu hoher Angebotspreis könnte das Objekt am Markt „verbrennen“. Sie erkennen das Problem und reduzieren stetig den Preis. Diese Vorgehensweise wird von anderen Marktteilnehmern beobachtet und bietet eine geeignete Vorlage weitere Preisverhandlungen in die Wege zu leiten. Andere wiederum werden skeptisch und ziehen sich eher zurück. Ein zu niedriger Verkaufspreis kann einen schnellen Verkauf zwar sichern, aber zu spät merken Sie, dass Sie kapitale Verluste hinnehmen mussten. So geht es richtig: Beauftragen Sie einen erfahrenen Makler Ihr Eigentum zu bewerten. Besser noch; beauftragen Sie einen Sachverständigen mit der objektiven Bewertung Ihrer Immobilie. Nur so können Sie sicher sein mit dem richtigen Angebotspreis an den Markt zu gehen. Zudem haben Sie gegenüber einem potenziellen Interessenten immer ein stichhaltiges Argument für den Angebotspreis parat, nämlich das Gutachten.
SOLLTE MAN SEINE WOHNUNG MIT ODER OHNE MAKLER VERKAUFEN?
Als Eigentümer haben Sie in der Regel stets eine enge emotionale Bindung zu Ihrer Immobilie. Dieser Umstand könnte die gesamte Verkaufsprozedur an bestimmte Grenzen führen. Bemerkungen der Käufer bewerten Sie oftmals als persönliche Angriffe. Ein Makler kann objektiv und mit der entsprechenden Distanz auf Argumente reagieren. Vom potenziellen Käufer wird er regelmäßig auch als kompetente Instanz und als Partner für seinen geplanten Kauf gesehen. Die Vorbereitungen und Vertragsinhalte erfordern umfangreiches Wissen und Erfahrung, um mögliche Haftungsfälle und Rechtsstreitigkeiten von vornherein zu vermeiden. Ein guter Makler sollte also immer den Verkauf Ihrer Immobilie begleiten. Aber bitte nur einen einzigen Makler, nicht mehrere. Zwei Makler verdoppeln nicht Ihre Verkaufschancen, sondern halbieren sie.
WAS KANN ICH TUN, UM DEN WERT MEINER WOHNUNG KURZFRISTIG ZU STEIGERN?
Man muss keine Musterwohnung zur Schau stellen, aber man sollte eine gewisse Ordnung herstellen. Bei vielen Personen überträgt sich der Einrichtungsstil und die Ordnung auf die Wohnungsqualität, also den Wert Ihrer Immobilie und der Einschätzung Ihrer bisherigen Instandhaltungsinvestitionen. Führen Sie Kleinreparaturen aus, z. B. tropfende Wasserhähne reparieren, schmutzige Rollladengurte tauschen, angerostete Balkongeländer streichen usw. Achten Sie auch auf ausreichende Beleuchtung bei der Besichtigung. Bieten Sie den Interessenten Überschuhe an. Damit zeigen Sie, dass Sie Wert auf einen gepflegten Fußboden legen, der natürlich auch vorher ggf. behandelt oder ausgetauscht (bei Laminat) werden sollte.WER MUSS NEBEN DEM WOHNUNGSEIGENTÜMER NOCH MIT DEM VERKAUF EINVERSTANDEN SEIN?In der Tat gibt es Umstände bei dem der Verkauf zustimmungspflichtig ist. Im Wesentlichen gibt es zwei Fälle. Beim Verkauf einer Eigentumswohnung kann in der Teilungserklärung die Verwalterzustimmung verankert sein (vgl. § 12 Abs. 1,3 Wohneigentumsgesetz). Dieser darf aber seine Zustimmung nur aus wichtigem Grund versagen. Das Grundbuchamt verlangt hier einen notariell beglaubigten Verwalternachweis. Wenn ein Ehepartner seine Immobilie verkauft, also nur er ist Eigentümer, muss der andere Ehegatte zustimmen, sofern es sich um wesentliches Vermögen handelt und sie sich im Güterstand der Zugewinngemeinschaft befinden. Weiterhin z. B. bei betreuungsbedürftigen Personen.
WELCHE TIPPS KÖNNEN DEN WOHNUNGSVERKAUF BESCHLEUNIGEN?
Der Verkauf einer Immobilie sollte gründlich vorbereitet werden. Schon aus diesem Grunde sollte man das Veräußerungsgeschäft einem Profi, also einem erfahrenen Makler überlassen. Der Makler sollte wissen, wie der tatsächliche Verkehrswert ermittelt werden kann. Gegebenenfalls sollte er einen Sachverständigen für Immobilienbewertung zurate ziehen. Neben dem richtigen Angebotspreis hilft eine Zielgruppenanalyse bei der Erstellung eines ansprechenden Verkaufsexposés. In bestimmten Fällen ist es von Vorteil zwei Exposés mit unterschiedlicher Zielausrichtung zu erstellen, also z. B. für Kapitalanleger und Eigennutzer. Unbedingt wichtig sind Fotos mit passender Auflösung und Belichtung. Die Reihenfolge der Bilder, die einem logischen Ablauf folgen sollten, helfen dem Betrachter eine bessere Orientierung zu bekommen.
WIE KANN EIN GUTACHTEN BEIM VERKAUF MEINER WOHNUNG HELFEN?
Ein Gutachten mit dem richtigen Angebotspreis ist die wichtigste Grundlage beim Immobilienverkauf. Der Erfolg hängt im Wesentlichen von einem für jeden Kaufinteressenten nachvollziehbaren Angebotspreis ab. Nach Ansicht des Autors sollte weder ein Verkauf, noch ein Kauf ohne ein professionell erstelltes Wertgutachten begonnen werden. Eine kleine Investition mit großer Wirkung.
WELCHE UNTERLAGEN SOLLTEN DEM GUTACHTER ZUR VERFÜGUNG GESTELLT WERDEN?
Für ein Wertgutachten benötigt ein Gutachter eine Vielzahl von Informationen. Viele davon wird er sich selbst über Gutachterausschüsse, Bauämter, Katasterämter etc. einholen. Regelmäßig sollte ein aktueller Grundbuchauszug, die Baupläne, die Wohn Nutzflächenberechnung, ggf. Mietverträge und Mietzusammenstellungen, Teilungserklärung mit Gemeinschaftsordnung, Nebenkostenabrechnungen und eine Liste aller Modernisierungen der letzten 15 Jahre zur Verfügung gestellt werden. In Einzelfällen kann die Liste erweitert oder verkürzt werden. Unabdingbar ist die persönliche Besichtigung des Bewertungsobjektes vom Gutachter selbst.